Marketing

Sie wollen wissen, wie man am besten, einfachsten, sichersten, schnellsten und günstigsten zu neuen Mandanten kommt? Unsere Autoren verraten Ihnen hier und jetzt, wie das geht. Viel Erfolg mit den MkG-Marketing-Tipps!


Pia Löffler (RAin) im Interview: „Kanzleimarketing kostet Zeit. Aber man muss sich die Zeit nehmen.“

Als Herausgeberin des Info-Portals kanzleimarketing.de erläutert Pia Löffler, was hinter dem neuen Angebot steht und warum sich erfolgreiche Rechtsanwälte Zeit für Marketing nehmen.

1. Frau Löffler, könnten Sie kurz erklären, was es mit dem Projekt kanzleimarketing.de auf sich hat?

Kanzleimarketing.de ist ein kostenfreies Info-Portal zum Thema Kanzleimarketing für Steuerberater und Rechtsanwälte: als Website mit Blog, auf dem wöchentlich ein aktueller Beitrag veröffentlicht wird. Außerdem findet man kanzleimarketing.de auf Facebook und Twitter – so kann man keinen Beitrag verpassen. Und einmal im Quartal erscheinen ausgewählte Blogbeiträge als E-Magazin.

2. Was bietet das Fachportal Rechtsanwälten?

Die Idee ist, Rechtsanwälte und Steuerberater kostenlos, auf den Punkt und ohne Marketing-Fachchinesisch über Kanzleimarketing-Themen zu informieren. Denn wir alle wissen: Kanzleimarketing ist nicht Teil der Juristenausbildung und im Kanzleialltag hat man kaum Zeit und selten Lust, sich neben der Kanzleiarbeit Fachlektüre zu „fachfremden“ Dingen zu Gemüte zu führen. Lesen muss man ja auch so genug … Die relativ kurzen Beiträge erleichtern es, sich diesem Thema nebenbei und trotzdem auf hohem Niveau zu nähern.

3. Warum sollte man sich als Rechtsanwalt mit Marketing befassen?

Auf diese Frage gibt es eine ganz einfache Antwort: damit man als Anwalt Geld verdient. Denn woher sollen Mandanten kommen, wenn man ihnen nicht mitteilt, dass es die eigene Kanzlei gibt und was man anbietet? Die Zeiten, in denen Mandanten „einfach so“ anrufen, sind definitiv vorbei – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Weil die Konkurrenz unter Anwälten derzeit eher größer wird, muss man auf sich und seine Beratungsdienstleistungen aufmerksam machen. Und je professioneller man das tut, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man die passenden Mandanten überzeugt. Gerade für Kanzleigründer – egal welchen Alters – ist es aus meiner Erfahrung existenziell, von Beginn an möglichst professionell Kanzleimarketing zu betreiben.

Ich würde aus meiner heutigen Erfahrung mein Geld eher in Marketing (Website, Suchdienstprofile etc.) investieren als in eine (zu teure) Büromiete. Hätte ich das 2010 gemacht, wäre ich vermutlich heute noch hauptberuflich Rechtsanwältin und nicht Marketingberaterin für Rechtsanwälte. (lacht)

4. Kostet Kanzleimarketing nicht Unmengen an Zeit, die dann für die „richtige Arbeit“ fehlt?

Ja. Kanzleimarketing kostet Zeit, die gefühlt für Mandatsbearbeitung fehlt – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber man muss sich die Zeit nehmen. Außerdem muss man ja nicht alles selber erledigen und kann das im Zweifel auch gar nicht. Aber dafür gibt es Marketing-Dienstleister, die einem die „lästige“ Marketingarbeit professionell abnehmen. Das sollte man in Anspruch nehmen, denn: Man muss diese Dienstleister zwar bezahlen, aber in der freigewordenen Zeit verdient man als Anwalt im Zweifel mehr Geld, als man für Dienstleister ausgibt.

Für größere Kanzleien lohnt es sich im Zweifel sogar, eine Stelle für Inhouse-Marketing zu schaffen – es muss ja nicht gleich eine Vollzeitstelle sein. Dazu findet man derzeit einen aktuellen Beitrag im Blog von kanzleimarketing.de: „Kanzleimarketing – nichts für nebenbei“ [http://www.kanzleimarketing.de/kanzleimarketing-nichts-fuer-nebenbei/] von Katharina Ebbecke.

5. Welche Themen stehen für die nächsten Monate auf dem Plan?

Wir werden uns mit den Themen beschäftigen, für die wir in unserem Blog eigene Rubriken haben. Und es wird noch eine neue Rubrik hinzukommen: das „Empfehlungsmarketing“.

Wir werden uns also ganz unterschiedlichen Themen aus dem klassischen Marketing widmen, wie z.B. Gestaltung von Marketingmaterialien (Visitenkarten, Broschüren etc.), Farbpsychologie, Kundenbefragungen oder Veranstaltungen. Im Bereich Online-Marketing geht es natürlich 2017 um Legal Tech. Der Fokus liegt hier aber dennoch auf sehr spezifischen Themen wie der lokalen Suchmaschinenoptimierung oder (berufs-) rechtlichen Vorgaben für Onlinemarketing.

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Pia Löffler ist Rechtsanwältin und Wirtschaftsjuristin. Sie gründete Mitte 2013 www.anwaltstexte.com, berät Rechtsanwälte im Bereich Onlinemarketing und erstellt mit einem Team juristischer Autoren Texte für Websites, Blogs, Social Media, Broschüren etc. Sie ist Autorin des Praxishandbuchs Onlinemarketing für Rechtsanwälte und der eBroschüre Anwaltssuche im Internet


Kanzleiblog: wieso, weshalb, warum?

Jeder redet darüber – aber wie bloggt man eigentlich, worüber, und was bringt das Ihnen als Rechtsanwalt und Ihrer Kanzlei wirklich? Konnte Ihnen das bisher keiner wirklich auf den Punkt sagen? Dann ändern wir das doch einfach einmal.

Was bringt Ihnen und Ihrer Kanzlei ein Blog?

Die kurze Antwort auf diese Frage: Ihr Blog bringt Ihnen im Zweifel mehr Aufmerksamkeit im Internet und so bessere Chancen, Mandate zu akquirieren. Denn Ihre Blogbeiträge können von Ratsuchenden gefunden werden, die z. B. gerade im Internet auf der Suche nach einer Lösung für das Rechtsproblem sind, das Sie in Ihrem Blogbeitrag beschreiben.

Natürlich sollen Sie das Problem des Ratsuchenden nicht en detail lösen, aber zeigen, dass Sie es lösen können – und zwar kompetent und zuverlässig, weil Sie sich mit seinem Problem und allem Drumherum bestens auskennen. Das zu kommunizieren – dazu ist ein Blog da!

Sorgen, im Blog zu viel zu verraten und damit den Beratungsbedarf auszulöschen, sind übrigens unbegründet: Denn nur weil man theoretisch weiß, wie etwas geht, kann man es noch lange nicht selbst. Sie können doch auch nachlesen, wie man Bier braut – aber können Sie es deswegen tun?

Bloggen: Worüber schreiben?

Im Optimalfall schreiben Sie zu Themen, die für Ihre Kanzlei relevant sind, weil Sie z. B. in diesem Rechtsgebiet beraten. Greifen Sie auf aktuelle Fälle aus der Presse zurück oder behandeln Sie – selbstverständlich anonymisiert! – Fälle aus Ihrem Beratungsalltag. Aber auch kuriose Urteile oder wegweisende Entscheidungen der obersten Gerichte können von Ihnen zu einem Blogbeitrag genutzt werden.

Achten Sie dann darauf, dass fachliche Beiträge nicht zu lang werden und dass sie für Laien verständlich sind! Schreiben Sie so, dass ein Ratsuchender einen Mehrwert hat und sich und sein Problem in Ihrem Beitrag wiederfindet. Versetzen Sie sich dazu in die Lage eines Ratsuchenden: Was interessiert einen Laien an dem, was Sie ihm sagen können?

Ein kleines Beispiel aus dem Bereich Datenschutzrecht: Den Leser interessieren nicht die theoretischen Diskussionen zum Thema „Ist eine IP-Adresse ein personenbezogenes Datum?“ – einen Unternehmer z. B. interessiert: „Wann benötige ich eine Datenschutzerklärung auf meiner Website und wie muss die aussehen? Was kann passieren, wenn ich keine habe und das auffliegt?“ Diesen Ansatz kann man auf jedes Rechtsgebiet übertragen.

Bloggen oder nicht bloggen – das ist hier die Frage!

Sie müssen eine Entscheidung treffen, was das Thema Bloggen angeht: bloggen oder nicht bloggen! Ein bisschen bloggen bringt Ihnen nämlich nicht viel für Ihren Außenauftritt und Ihre Mandantenakquise im Internet außer zusätzlicher Arbeit und den Eindruck der Leser, dass Sie es nicht schaffen, regelmäßig interessante Beiträge zu verfassen. Und dazu kommt dann Ihr schlechtes Gewissen: „Ich müsste eigentlich längst mal wieder …“ Auch das braucht niemand…

Aber keine Sorge! Sie müssen nicht jeden zweiten Tag bloggen, wenn Sie sich für einen Blog entschieden haben. Wenn Sie regelmäßig alle vier Wochen bloggen, reicht das im Zweifel auch. Aber tun müssen Sie es dann. Denn ein Blog, in dem der letzte Beitrag älter ist als drei Monate, sieht nicht gut aus. Denn das zeigt entweder Überforderung mit der Materie „Blog“ oder einfach Desinteresse. Beides keine Eigenschaften, mit denen Sie als Anwalt in Verbindung gebracht werden wollen, was Ihre Arbeit angeht …

Haben Sie Lust bekommen, selbst zu bloggen? Auf kanzleimarketing.de finden Sie fünf Tipps für erfolgreiches Bloggen!

Tipp 1: Entscheiden Sie sich!

Entweder für oder gegen einen Blog und ziehen Sie diese Entscheidung dann konsequent durch. Ein bisschen bloggen funktioniert nicht!

Tipp 2: Redaktionsplan

Damit die Arbeit am Blog nicht ausufert: Erstellen Sie eine Art Redaktionsplan: Legen Sie fest, in welchen Abständen Sie worüber bloggen wollen (Kalendereintrag!!). So entsteht kein Stress und das Verfassen der Blogbeiträge kann gut in den Kanzleialltag eingeplant werden.

Tipp 3: Arbeitsteilung zwischen den Kollegen

Teilen Sie die Arbeit zwischen allen Kollegen auf! Wenn jeder Anwalt in Ihrer Kanzlei regelmäßig einen Beitrag schreibt, reduziert das den Aufwand für alle. Und wer nicht oder nicht rechtzeitig schreibt, zahlt eine Strafe …

Tipp 4: Kein Juristendeutsch!

Fassen Sie sich möglichst kurz, gliedern Sie Ihre Beiträge gut und sinnvoll und schreiben Sie so, dass ein Laie die Beiträge versteht! Versuchen Sie Juristendeutsch zu vermeiden – das bedeutet keinen Kompetenzverlust, im Gegenteil!

Tipp 5: Lassen Sie bloggen

Haben Sie keine Zeit zum Bloggen – lassen Sie bloggen. Beiträge kann man sich schreiben lassen – und im Zweifel dafür auch die Strafkasse aus Ziffer 3 plündern!

… und als kleines Goodie zum Schluss hier der Blog einer Kollegin, der überhaupt nichts mit Jura zu tun hat, aber mit sehr viel Liebe betrieben wird: www.lifeisfullofgoodies.com

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Pia Löffler ist Rechtsanwältin und Wirtschaftsjuristin. Sie gründete Mitte 2013 www.anwaltstexte.com, berät Rechtsanwälte im Bereich Onlinemarketing und erstellt mit einem Team juristischer Autoren Texte für Websites, Blogs, Social Media, Broschüren etc. Sie ist Autorin des Praxishandbuchs Onlinemarketing für Rechtsanwälte und der eBroschüre Anwaltssuche im Internet


Wie Gutscheine für kostenfreie Erstberatungen jungen Anwälten gleich dreifach helfen

Das anwaltliche Werberecht liberalisiert sich zunehmend. Unter der bis 2004 gültigen BRAGO und dem RVG in der Fassung bis zum 1.7.2006 waren kostenfreie Erstberatungen durch Anwaltskanzleien noch generell verboten, so wie heute weiterhin für Steuerberater oder auch Rechtsanwälte, wenn sie Hilfeleistung in Steuersachen erbringen (vgl. OLG Nürnberg, Urt. v. 18.11.2014 – 3 U 954/14).

Am 1.2.2010 erging eine erste Entscheidung des Anwaltsgerichts München (Az. 3 AnwG 51/09), die zumindest eine telefonische Erstberatungen erlaubte, mit der Begründung, dass das RVG seit dem 1.7.2006 in § 34 RVG keine Mindestgebühren für Beratungen mehr vorsehe. Wenn es aber keine gesetzlichen Mindestgebühren für Erstberatungen mehr gebe, könne auch die kostenfreie telefonische Erstberatung nicht verboten sein.

Später folgten das Landgericht Essen (Urt. v. 10.10.2013 – 4 O 226/13) und der Anwaltsgerichtshof Hamm (Urt. v. 9.5.2014 – 1 AGH 3/14), die beide kostenfreie anwaltliche Erstberatungen übereinstimmend nicht länger als Berufsrechtsverstoß oder wettbewerbswidrig ansahen. Der 1. AGH-Senat vertrat in seinem Urteil vom 9.5.2014 jedoch noch die Auffassung, dass Rechtsanwälte zwar kostenfreie Erstberatungen erbringen, aber – wenig nachvollziehbar – nicht mit „Gutscheinen“ in Zeitungsanzeigen hierfür werben dürften.

Dem ist der in Hamm für das Disziplinarrecht zuständige 2. AGH-Senat im Beschluss vom 3.6.2016 (Az. 2 AGH 1/16) nun entgegengetreten und hat auch Gutschein-Werbung in Zeitungen oder im Internet für kostenfreie Erstberatungen für generell zulässig erklärt.

Wofür sind diese Erstberatungs-Gutscheine gut?

1. Sie können dabei helfen, die Fallliste (§ 6 Abs. 3 FAO) für Fachanwaltsanträge zu vervollständigen. Wer in einem der inzwischen 23 Rechtsgebiete einen Fachanwaltstitel beantragen möchte, muss die Bearbeitung einer bestimmten Anzahl praktischer Fälle nachweisen. Voraussetzung für „einen Fall“ ist jedoch nicht, dass dieser abgerechnet wurde, und die FAO fragt auch nicht, auf welchem Weg der Fachanwaltsanwärter ihn akquiriert hat. Auch Beratungsfälle, wenn sie durch Aktennotizen entsprechend umfangreich dokumentiert wurden, zählen mit. So ergibt sich eine Win-win-Situation: Der Rechtsanwalt berät kostenfrei. Der Mandant ist zufrieden, für die Beratung nicht zahlen zu müssen. Aber der Rechtsanwalt erwirbt auf diesem Weg zumindest einen weiteren Fall, der ihn näher an das Ziel des Fachanwaltstitels bringt, was sich später finanziell für ihn auszahlt – oder gar einen über die Beratung hinausgehenden Auftrag nach sich zieht (dann ginge die Beratungsgebühr ohnehin in der Geschäftsgebühr auf).

2. Rechtsschutzversicherungen betreiben eine zunehmend aggressive Unternehmenspolitik: Am liebsten würden sie die freien Rechtsanwälte aus dem Markt verdrängen und für ihre Versicherungsnehmer selber Rechtsdienstleistungen erbringen, was ihnen als Schadensversicherung unter dem RDG jedoch bislang nicht gestattet ist. Also versuchen sie neuerdings, im Bedarfsfall den „Erstzugriff“ auf ihre Versicherungskunden zu erlangen, indem sie ihnen kostenfreie Beratungshotlines anbieten. Diese bemühen sich sodann, sie hiernach von der freien Anwaltswahl abzuhalten und in einem „aktiven Schadensmanagement“ solchen Kanzleien zuzuleiten, die den Rechtsschutzversicherern genehm sind, d.h. auf Basis von Rationalisierungsvereinbarungen billiger abrechnen, in Zweifelsfällen von Prozessen abraten und „Pseudo-Mediation“ praktizieren.

Wer als Rechtsuchender hingegen einen Erstberatungsgutschein vorfindet, kann sich die Einholung einer Deckungszusage zunächst sparen und sich ohne Scheu vor Kosten unmittelbar an einen Anwalt wenden. Dieser hat den Mandanten auf diese Weise für sich akquiriert und ihn dem Erstzugriff der Rechtsschutzversicherungen entzogen.

Denn: Auch die Werbung mit der kostenfreien Einholung einer Deckungszusage hat der AGH Hamm gestattet.

3. Sind die Gutscheine stilvoll und ansprechend gestaltet, brauchen Anwälte keine Furcht vor einem Reputationsverlust zu haben, dass sie fortan im Markt als „billig“ gelten würden: Couponing ist in der gewerblichen Wirtschaft allerorts schließlich auch akzeptiert. Sind die Coupons originell gestaltet, werden sie sicherlich auf entsprechende Aufmerksamkeit stoßen, und solange Grafik und Text das Sachlichkeitsgebot des § 43b BRAO im Übrigen nicht verletzen, können konkurrierende Kanzleien und die RAK dagegen nun nichts mehr einwenden.

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Dr. Martin Riemer, Jg. 1972, ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Versicherungs- und Medizinrecht. 

www.dr-riemer.de


Langweilen Sie noch oder präsentieren Sie schon?
Warum sich gute Vorträge immer auszahlen

Ob im Gerichtssaal, bei der Mandantenakquise oder beim Fortbildungsseminar: Wer als Anwalt arbeitet, kommt um die freie Rede kaum herum. Sei es nun das Plädoyer, der Erbrechtsvortrag an der Volkshochschule oder das RVG-Seminar für angehende Rechtsanwaltsfachangestellte. Und übrigens – das ist auch gut so! Denn mit der richtigen Herangehensweise macht dieser Teil der juristischen Arbeit richtig Spaß – und lohnt sich: Wer möchte im Gerichtssaal nicht den Richter auf seine Seite ziehen? Wer sammelt nach dem Erbrechtsvortrag nicht gerne Mandate am Fließband ein? Wer zieht nicht gerne die Zuhörer des ach so trockenen RVG-Seminars in seinen Bann?

Heben Sie sich von den anderen ab!

Das Gute ist: Die Zuhörer sind meist nicht verwöhnt. Nein, so hart es klingt: Wir alle sind schlechte Vorträge gewohnt! Unübersichtliche Powerpoint-Slides, langatmige Gesetzeszitate, monotoner Vortragsstil – die Liste ist lang. Dabei kann man sich mit ein paar wenigen Kniffen und dem Anspruch, es besser zu machen als alle anderen, leicht vom Rest abheben. Und genau darum geht es: Wer das Publikum in seinen Bann zieht, hebt sich nicht nur von der allgegenwärtigen Konkurrenz ab, sondern bringt seine Botschaften ganz gezielt an den Mann und die Frau.

Aber wie halte ich einen guten Vortrag?

Die wichtigsten drei Bestandteile eines gewinnenden Vortrags? Botschaft, Leidenschaft und Übung.


1. Botschaft

Es hört sich so selbstverständlich an und doch ist es der häufigste Fehler. Bevor ich an das Mikrofon trete, muss ich genau wissen, was ich eigentlich sagen möchte: Welche Botschaft soll bei meinem Publikum am Ende meines Vortrags hängen bleiben? Seien Sie rigoros: Nur eine Message wird der Zuhörerschaft in Erinnerung bleiben, also zwingen Sie sich ohne Kompromisse, genau diese eine Botschaft festzulegen. Es lohnt sich – denn wer diese einmal definiert hat, dem fällt der Rest wie Schuppen von den Augen: die Einleitung, die Kerngeschichte, der Schluss.


2. Leidenschaft

Mit Fakten haben wir Juristen tagtäglich zu tun. Das macht uns gerne glauben, dass wir für Emotion nicht anfällig sind. Aber wenn Sie einmal ganz genau darauf achten, wann Sie bei einem fremden Vortrag ganz genau zuhören, wird Ihnen schnell auffallen: Wir sind von Geschichten besessen. Zu welchem Professor ging man früher an der Uni am liebsten? Dem Fakten-Vorleser oder dem Story-Teller? Und – bei welchem von beiden ist am Ende des Tages mehr hängen geblieben?

Verpacken Sie Ihre Botschaft in Geschichten und persönliche Begegnungen, erzählen Sie von Ihren Mandanten, Ihrer Familie, Ihren Beobachtungen. Glauben Sie mir, Ihr Publikum wird an Ihren Lippen hängen und die so charmant verpackte Botschaft nicht so schnell vergessen.


3. Übung

Wie so oft im Leben gilt auch bei der freien Rede: Übung macht den Meister. Bereiten Sie sich gut vor, planen Sie Ihre Geschichte und üben Sie den Vortrag mehrmals in ungestörter Umgebung. Die Nervosität wird kommen, so viel ist sicher. Aber mit genügend Vorbereitung wird sie Ihnen nichts anhaben können.


Seien Sie mutig!

Denken Sie immer daran: Sie können nur gewinnen. Also seien Sie mutig – das Publikum wird es Ihnen danken. Das verspreche ich Ihnen.

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Dr. Dominik Herzog ist Rechtsanwalt und Kabarettist. Mit seinem Bühnenprogramm „ICH hab’ Recht“ tritt er auf Kabarettbühnen in ganz Deutschland auf. Außerdem gibt er Rechtstipps im TV und coacht Anwälte, Unternehmensjuristen und Führungskräfte in Vortrags- und Präsentationstechniken. www.dominik-herzog.com


Ihre Kanzlei als starke Marke – Was gehört zu einer professionellen Außendarstellung?

Die Konkurrenz auf dem Anwaltsmarkt ist groß, der Dienstleistungsanspruch der Mandanten gestiegen und der Fachkräftemangel unlängst in den Kanzleien angekommen. Um auf dem umkämpften Markt bestehen zu können, brauchen Sie jedoch zufriedene Mandanten und gutes Personal. Sie müssen in eigener Sache für sich werben und Ihre Kanzlei zur starken Marke machen. Nutzen Sie insoweit auch Strategien einer professionellen Außendarstellung, um sich vom Markt abzuheben. Das erfordert zu Beginn viel Disziplin und Engagement, mittel- bis langfristig wird sich der Einsatz auszahlen!

Strategie 1: Schaffen Sie ein einheitliches Erscheinungsbild (Corporate Identity)

Der erste Eindruck zählt! Haben Sie ein Logo, mit dem Sie sich langfristig identifizieren und das gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert besitzt? Gibt es einen Kanzlei-Slogan? Passen Kanzleischild, Briefpapier, Visitenkarte, E-Mail-Signaturtexte, der Webauftritt, die Gestaltung der Räumlichkeiten und die Kleidung des Kanzleiteams dazu? Nutzen Sie Corporate Identity, um den Geist Ihrer Kanzlei nach außen zu transportieren.

Strategie 2: Zeichnen Sie ein klares Profil von Ihren Kernkompetenzen

Welche Kanzleileistungen bieten Sie in Abgrenzung zu Ihren Mitbewerbern? Weshalb kommen Ihre Mandanten zu Ihnen? Formulieren Sie klare fachliche und soziale Kompetenzen sowie Wertvorstellungen, die Sie für Ihre bestehenden wie potenziellen Mandanten und auch zukünftige Mitarbeiter besonders machen! Voraussetzung für eine professionelle Außendarstellung ist es, die eigenen Werte und Kompetenzen zu kennen.


Strategie 3: Ergreifen Sie Maßnahmen zur Mandantenpflege

Bleiben Sie höflich, souverän und freundlich, auch wenn es einmal brenzlig wird? Grüßen Sie Kollegen, Mitarbeiter und Mandanten, die Ihnen in der Kanzlei und außerhalb der eigenen Räume begegnen? Betreiben Sie auch einmal Small Talk? Sind Sie Mitglied in Verbänden und anderweitigen Organisationen? Informieren Sie Ihre Mandanten über aktuelle Urteile, Entscheidungen oder anderweitige News? Gibt es gezielte Informationsveranstaltungen für Mandanten? All das sind Maßnahmen, die langfristig einen positiven Eindruck hinterlassen und Mandanten binden können.

Strategie 4: Starten Sie von Anfang an mit einem professionellen internen Personalmarketing

Mitarbeiter, die mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind und das ausstrahlen, sind die beste Kanzleiwerbung. Binden Sie Ihre Mitarbeiter daher mit ein und entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen und Mitarbeitern ein Kanzlei-Leitbild. Betreiben Sie ein effizientes Kompetenzmanagement, schaffen Sie Leistungsanreize (Lob, Anerkennung etc.) und entwickeln Sie für Ihre Kanzlei flexible Arbeitszeitmodelle. Dies gewährleistet ausreichend Präsenzzeiten für Mandanten und kommt der Work-Life-Balance der Mitarbeiter zugute. Ermöglichen Sie den Mitarbeitern die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und erbringen Sie soziale Leistungen.

Strategie 5: Betreiben Sie ein gutes Bewerbermanagement

Auch der adäquate Umgang mit Bewerbern gehört zur guten Außendarstellung. Schreiben Sie zum Beispiel zeitnah Eingangsbestätigungen für schriftliche Bewerbungen und geben Sie bei Absagen auch ein Feedback. Bedenken Sie dabei, ein abgelehnter Bewerber von heute kann der Bewerber von morgen sein. Zudem verfügt auch dieser über ein berufliches Netzwerk. So vermeiden Sie negative Mundpropaganda.

Nutzen Sie diese fünf Strategien, um Ihre Außendarstellung zu professionalisieren. So gelingt es Ihnen, sich von Ihren Konkurrenten auf dem Markt abzuheben, denn Sie präsentieren Ihre Kanzlei erfolgreich als starke Marke!
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Dipl.-Psych. Katrin Jäger, Organisationscoach und Kommunikationstrainerin, und Ronja Tietje, Organisationscoach und Fachbuchautorin.
Die Tietje & Jäger oHG bietet Organisationsberatung für Rechtsanwaltskanzleien, Inhouse-Schulungen und Seminare zu verschiedenen Soft-Skill-Themen, sowie Existenzgründungs- und Berufswegplanung.


Als Anwalt ins Netz gehen – Wie man zu einer guten Kanzleiwebsite kommt

Wer sich als Anwalt selbstständig macht, kommt nicht um sie herum, um die Kanzleiwebsite. Aber wie kommt man zu einer Kanzleiwebsite? Und worauf sollte man achten, wenn man eine Kanzleiwebsite erstellt? Das verrate ich in diesem Beitrag. Wie Sie zu einer Website kommen Website-Baukästen sind eine günstige Möglichkeit, zu einer Kanzleiwebsite zu kommen. Anbieter, wie z.B. 1&1, strato oder jimdo, unterscheiden sich dabei im Preis für die Zurverfügungstellung des Websitebaukastens und Webspace und hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten. Aber mit diesen Baukästen können Sie auch ohne ausgeprägten technischen Verstand eine schlichte und dennoch brauchbare Kanzleiwebsite gestalten und selbst leicht Bilder hochladen und Texte einfügen. Webagenturen hingegen erstellen Ihnen eine individuelle Kanzleiwebsite. Wenn die Website nicht zu umfangreich ist, bleiben die Kosten auch im Rahmen. Hier müssen Sie sich um gar nichts kümmern, denn auch Websitetexte kann man sich schreiben lassen. Bestenfalls bekommen Sie alles aus einer Hand. Was eine gute Kanzleiwebsite ausmacht.

Irgendeine Website zu haben, reicht heute nicht mehr aus. Damit Ihre Kanzleiwebsite Mandate akquiriert, sollte Ihre Website in wenigen Sekunden überzeugen. Das gelingt, wenn Sie zumindest diese drei Dinge beachten:

1. Weniger ist mehr

Achten Sie auf eine einfache, übersichtliche Seitenstruktur, die der Leser auf Anhieb versteht. Überlegen Sie sich genau, was den Leser auf den ersten Blick interessiert – nicht was Sie dem Leser in erster Linie mitteilen wollen. So kommen Sie zu einer guten Struktur!

2. Bilder sprechen Bände

Moderne Websites nutzen Bilder. Bilder transportieren auf schnellstem Wege Information und Emotion. Wählen Sie Bilder also mit Bedacht aus, achten Sie auf Qualität und investieren Sie unbedingt in gute Porträts. Sie müssen vor allem als Person überzeugen – Sie sind Dienstleister!

3. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Leser!

Wenn Sie Texte für Ihre Website schreiben, bedenken Sie: Die Leser Ihrer Website sind juristische Laien. Sprechen Sie deren Sprache! Nutzen Sie Begriffe, die User nutzen und im Netz suchen – wer ein Problem mit der Rentenversicherung hat, sucht nicht nach Sozialrecht.

Fazit

Im Netz kommen Sie schnell und/oder günstig an eine Kanzleiwebsite. Man darf aber nicht unterschätzen, dass eine Website der erste Eindruck von Ihnen im Internet ist. Sparen Sie also nicht an der falschen Stelle, und wenn Sie die oben stehenden Tipps von Anfang an berücksichtigen, ist Ihre Website von Anfang an besser als viele Websites alteingesessener Kollegen.

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Pia Löffler ist Rechtsanwältin und Wirtschaftsjuristin. Sie gründete Mitte 2013 www.anwaltstexte.com, berät Rechtsanwälte im Bereich Onlinemarketing und erstellt mit einem Team juristischer Autoren Texte für Websites, Blogs, Social Media, Broschüren etc. Sie ist Autorin des Praxishandbuchs Onlinemarketing für Rechtsanwälte und der eBroschüre Anwaltssuche im Internet


5 Gründe, warum Google AdWords gerade für Junganwälte funktioniert

Für junge Rechtsanwälte ist es nicht leicht, sich im Kampf um neue Mandate gegen die lokalen Platzhirsche zu behaupten, da diese auf ein gewachsenes Netzwerk, eine gute Reputation sowie ein größeres Werbebudget zurückgreifen können.
Insbesondere wenn man noch nichts zu verschenken hat, müssen die beauftragten Werbemaßnahmen sitzen und möglichst umgehend Ergebnisse bringen. Vor diesem Hintergrund ist die Anzeigenschaltung über Google AdWords auch für neu ge- gründete Kanzleien interessant, da hier besonders flexibel und effizient geworben werden kann:

1) Just-in-Time
Über AdWords erreichen Sie potenzielle Mandanten genau in dem Augenblick, wenn diese zur Lösung eines rechtlichen Problems bei Google nach einem Rechts- anwalt suchen.

2) Werbung ohne Streuverluste
Eine Eingrenzung der Anzeigenschaltung kann zum Beispiel hinsichtlich Rechts- gebiet und Zielregion erfolgen. Für fortgeschrittene Nutzer stehen noch weitere Targeting-Kriterien wie Wochentage, Uhrzeiten oder Endgeräte zur Verfügung.

3) Vollständige Transparenz
Angefallene Kosten und erzielte Ergebnisse (Kontakte zu potenziellen Mandanten) lassen sich technisch sehr genau messen. Und dies auch wenn bei telefonischen Anfragen ein Medienbruch vorliegt. Auf Grundlage der erfassten Leistungswerte kann die Kampagne dann optimiert und das verfügbare Budget in die Bereiche mit dem besten Return-on-Investment allokiert werden.

4) Optimale Kostenkontrolle
Bei AdWords kann der Anwalt selbst den maximalen Klickpreis sowie sein Ta- gesbudget festlegen und damit jederzeit die Kosten im Griff behalten. Wenn Mandantenanfragen durch den Einsatz einer Trackingtechnologie erfasst werden, können professionelle Dienstleister eine Kampagne sogar so aussteuern, dass ein vom Kunden vorgegebener Wert pro Anfrage nicht überschritten wird.

5) Maximale Flexibilität
Das System von Google AdWords kennt keine Vertragslaufzeiten, d.h. dass Kam- pagnen jederzeit gestoppt oder pausiert werden können (z.B. wegen Urlaubs oder Krankheit).

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Lars Hasselbach ist Gründer und Geschäftsführer von AdvoAd, einer auf Rechtsanwälte spezialisierten Agentur für Online Marketing. Er arbeitet seit 2005 mit Google AdWords und war u.a. Lehrbeauftragter für Suchmaschinenmarketing an der Hochschule Darmstadt. Außerdem verantwortete er über mehrere Jahre die AdWords-Kampagnen der Deutschen Telekom und von E-Plus.


Lizenzierte Texte & eigene Pressemitteilungen: Google-Ranking-Fallen?

Texte auf einer Website sind ein wichtiger Faktor für ein gutes Google-Ranking. Aber woher Texte nehmen? „Textklau“ ist schon aus urheberrechtlichen Gründen keine Lösung. Selbst schreiben – hier fehlt es oft an Lust und/oder Begabung.

Text-Services scheinen eine oft günstige, praktische Lösung zu sein. Aber wie bewertet Google Texte von Text-Services, die möglicherweise mehrfach lizenziert und identisch im Internet veröffentlicht werden? Diese Frage und welches Problem Pressemitteilungen in diesem Kontext verursachen können, klären wir in diesem Beitrag.

Duplicate Content & Suchmaschinenoptimierung

Das Problem an identischen oder nahezu identischen Textinhalten (Duplicate Content) auf der gleichen Internetseite oder anderen Websites: Für Google kommen doppelte Inhalte einem Betrugsversuch gleich, der Google daran hindert, für den User das bestmögliche Ergebnis, d.h. ein themenrelevantes und einzigartiges Sucherergebnis, zu finden. Erkennt Google Duplicate Content, bewertet es Seiten mit solchen Dopplungen nicht so gut wie andere Websites mit einzigartigen Inhalten – doppelte Inhalte im Internet haben also im Zweifel negativen Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung der Seiten, die über solche doppelten Inhalte verfügen.

Was bedeutet das für Ihre Website?

Texte auf Ihrer Website, in Ihrem Blog oder in Ihrem Suchdienstprofil sollten einzigartig sein! Bloßes „Copy & Paste“ von Beiträgen und ihre Veröffentlichung auf vielen unterschiedlichen Websites mögen zwar eine größere Streuung bedeuten, können aber für das Google-Ranking Ihrer Website negative Folgen haben – gleichgültig, woher die Texte stammen. Von „legalen“ Texten aus News-Abonnements oder von Textagenturen, die denselben Text mehrfach an Kunden lizenzieren, sollte man die Finger lassen, wenn Sie ein gutes Google-Ranking nicht aufs Spiel setzen oder Ihr Google-Ranking verbessern wollen. Dasselbe gilt übrigens auch für die legale 1:1-Übernahme von Pressemitteilungen der Gerichte oder von Leitsätzen aus dem Internet!

Und was ist mit der Pressemitteilung?

Mit Pressemittelungen verursacht man übrigens im Zweifel selbst ein Duplicate-Content-Problem: Denn man legt es ja selbst darauf an, dass sich genau dieser Text im Internet möglichst gut verbreitet.

Um das zu vermeiden, stellt man eine Pressemitteilung deshalb zuerst auf der eigenen Website online. Google erkennt, wer einen Text zuerst online gestellt hat und wertet diese Seite als Ursprung des Textes. Einen negativen Ranking-Einfluss der eigenen Pressemitteilung für die eigene Website (!) können Sie so vermeiden.

3 Tipps für gute Inhalte auf Ihrer Kanzleiwebsite:

Tipp 1: Wenn Ihnen Ihr Google-Ranking wichtig ist, sollten die Textinhalte Ihrer Website oder Ihres Blogs einzigartig sein, also entweder selbst geschrieben oder aus einer Quelle, die Texte nur einmalig an Kunden lizenziert.

Tipp 2: Nutzen Sie Texte von Dritten nicht 1:1! Das ist meist eine Verletzung des Urheberrechts und hat negative Auswirkungen auf das Google-Ranking Ihrer Website! Vorsicht auch beim Umschreiben fremder Texte: Auch das kann das Urheberrecht verletzen. „Inspirieren lassen“ dürfen Sie sich aber!

Tipp 3: Stellen Sie eigene Pressemitteilungen immer zuerst auf der eigenen Website ein, damit Sie „hausgemachte“ Probleme mit Duplicate Content möglichst vermeiden! Drei gute, kostenlose Online-Presseportale sind laut Gründerküche.de openpr.de www.firmenpresse.de und www.online-artikel.de.

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Pia Löffler ist Rechtsanwältin und Wirtschaftsjuristin. Sie gründete Mitte 2013 www.anwaltstexte.com, berät Rechtsanwälte im Bereich Onlinemarketing und erstellt mit einem Team juristischer Autoren Texte für Websites, Blogs, Social Media, Broschüren etc. Sie ist Autorin des Praxishandbuchs Onlinemarketing für Rechtsanwälte und der eBroschüre Anwaltssuche im Internet.   


Anwaltssuchdienste: Was bringen sie wirklich?

Es gibt inzwischen wirkliche viele davon: Anwaltssuchdienste. Und gerade als Junganwalt mit schmalem Marketingbudget fragt man sich: Braucht Anwalt das wirklich? Die Antwort auf diese Frage erhalten Sie in diesem Beitrag.

Was sind Suchdienste?

Kommerzielle Anwaltssuchdienste bieten Rechtsanwälten die Möglichkeit, unter der Domain des Anbieters, wie z. B. unter anwalt24.de, fachanwalt.de, anwalt.de oder beim Anwalt-Suchservice etc., eigene kleine Profilseiten – also eine Art „Mini-Website“ – unter der Internetadresse des Anbieters zu betreiben. Auf dieser Profilseite können Sie meist selbst oder mithilfe des Kundendienstes Ihre Beratungsschwerpunkte auflisten, ein Porträtfoto oder Ihr Kanzleilogo hochladen und in Texten beschreiben, in welchen Rechtsgebieten Ihre Kanzlei tätig ist, welche Beratungsleistungen Sie anbieten und was Sie als Anwalt besonders auszeichnet.

Mit Suchdienst-Profil werden Sie besser gefunden

Der Vorteil von Suchdienstprofilen für Sie ist dabei, dass die Seiten guter Anwaltssuchdienste bereits für Google optimiert sind und dort entsprechend gut gefunden bzw. gelistet werden. Zwar wird im Zweifel nicht nur direkt Ihr Profil angezeigt, sondern eine Übersicht der Anwälte, die bei diesem Suchdienst für Ihre Stadt in Ihrem Beratungsbereich gelistet werden. Dennoch haben Sie so die Chance, von Ratsuchenden im Internet gefunden zu werden, die sonst vielleicht nie auf Sie gestoßen wären – entweder weil Sie bisher keine Kanzleiwebsite haben oder weil Ihre Website nicht gut in den Trefferlisten bei Google zu finden ist. Wenn Ihr Suchdienstprofil für Sie arbeitet Ein Profil bei einem guten Anwaltssuchdienst kann für Kanzleigründer zunächst durchaus eine Kanzleiwebsite ersetzen, wenn das nötige Kleingeld für eine professionelle Website fehlt. Aber auch wenn Sie eine Kanzleiwebsite haben, ist ein Profil bei einem guten Anwaltssuchdienst sicherlich keine Fehlinvestition. Denn ist Ihr Profil ansprechend gestaltet und hebt es sich von den Profilen Ihrer Mitbewerber positiv ab, generiert ein solches Suchdienstprofil in gängigen Rechtsgebieten meist so viele neue Mandate, dass es zumindest für ein angenehmes Grundrauschen in der Kanzleikasse sorgt. Weitere und detailliertere Informationen, wie z.B. eine Marktübersicht, finden Sie in meiner kostenfreien eBroschüre „Anwaltssuche im Internet“, die 2015 im Deutschen Anwaltverlag erschienen ist, unter anwaltverlag.de/Anwaltssuche.

5 Top-Tipps zum Thema Anwaltssuchdienste:

Tipp 1: Kurze Kündigungsfristen oder eine kurze Vertragslaufzeit ermöglichen Ihnen, den Suchdienst zu testen und das Profil und die damit verbundenen Kosten bei ausbleibendem Erfolg schnell wieder loszuwerden.

Tipp 2: Einen guten Anwaltssuchdienst erkennen Sie daran, dass Sie Ihr Profil individuell gestalten können (Logo, Foto, Texte etc.). Achten Sie bei der Auswahl des Suchdienstes unbedingt auf diese Gestaltungsmöglichkeiten!

Tipp 3: Außerdem erkennen Sie einen guten Suchdienst daran, dass er bei einer Vielzahl von verschiedenen Suchbegriffen nach dem Schema „Rechtsanwalt“-„Rechtsgebiet“-„Stadt“ bei Google auf „Seite 1“ als Treffer erscheint.

Tipp 4: Nur wenn Sie Ihr Profil individuell gestalten, hebt es sich von denen Ihrer Mitbewerber ab. Kümmern Sie sich um gute Texte und ein gutes Foto – auch wenn Sie den Suchdienst zunächst nur testen.

Tipp 5: Als Mitglied eines Anwaltsvereins haben Sie automatisch ein kostenfreies Profil unter anwaltsauskunft.de. Kümmern Sie sich darum, dass auch dieses Profil korrekt ausgefüllt ist und laden Sie unbedingt ein Foto hoch!

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Pia Löffler ist Rechtsanwältin und Wirtschaftsjuristin. Sie gründete Mitte 2013 www.anwaltstexte.com, berät Rechtsanwälte im Bereich Onlinemarketing und erstellt mit einem Team juristischer Autoren Texte für Websites, Blogs, Social Media, Broschüren etc. Sie ist Autorin des Praxishandbuchs Onlinemarketing für Rechtsanwälte und der eBroschüre Anwaltssuche im Internet


Noch ein Google-Service! Aber was ist „Google My Business“?

Google bietet vor allem jungen Rechtsanwälten seit 2014 die Möglichkeit, im Internet kostenlos und einfach auf sich aufmerksam zu machen: mit lokaler Suchmaschinenoptimierung über „Google My Business“. Was „Google My Business“ ist und was es Ihnen als Junganwalt bringt, erkläre ich in diesem Beitrag.

Lokale Suchmaschinenoptimierung: Google My Business (GMB)

Mit verschiedenen Google-Tools konnte man früher im Internet auf seine Kanzlei aufmerksam machen, z. B. mit einem Eintrag bei Google Maps, bei Google Places oder mit einem Unternehmensprofil bei Google +. Das war allerdings relativ kompliziert – musste man doch den Überblick über eine halbe Handvoll Profile behalten und seine Daten überall separat einpflegen.

Damit ist seit letztem Jahr Schluss: GMB fasst seitdem verschiedene frühere Dienste zusammen und ist damit eine praktikable Möglichkeit, sich ohne vertiefte Computerkenntnisse und vor allem kostenlos Sichtbarkeit bei Google zu verschaffen.

Wie legt man ein Profil bei GMB an?

Das ist einfach: Gehen Sie auf die Seite www.google.de/business und folgen Sie den Anweisungen. Sie benötigen eigentlich nur ein Google-Konto, also einen E-Mail-Account bei Google. Haben Sie mithilfe der Anweisungen von Google ein Profil angelegt, füllen Sie es möglichst vollständig aus (Adresse, Website, Telefonnummer etc.)! Tun Sie das ohne Skrupel, denn Sie geben im Zweifel ohnehin nur Daten preis, die Sie z. B. im Impressum Ihrer Website auch veröffentlichen.

Was bringt „Google My Business“ genau?

Vor allem für Suchanfragen im Ort Ihrer Kanzleiniederlassung schaffen Sie es mit einem guten GMB-Profil relativ leicht, bei Google auf Seite eins zu landen, wenn Ihr Profil zu einer Suchanfrage, z. B. „Rechtsanwalt Medienrecht München“, passt: Ihre Kanzlei erscheint in der Liste der lokalen Treffer für eine bestimmte Suchanfrage, mit einer „Nadel“ auf der Google-Maps-Karte und bei Google +. Ein weiterer Vorteil: In der Google-Maps-Karte, die automatisch zu Ihrem Eintrag eingeblendet wird, werden z. B. U- oder S-Bahn-Stationen in der Nähe Ihrer Kanzlei angezeigt. Ein echter Mehrwert!

Werden Sie aktiv – es lohnt sich!

Ein Profil bei „Google My Business“ ist schnell und einfach angelegt und die Sichtbarkeit Ihrer Kanzlei im Internet steigt mit einem solchen Profil enorm – vor allem weil viele Kollegen dieses Tool noch nicht kennen. Und das führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu mehr Mandaten. Hier ein paar Minuten zu investieren ist also sicherlich kein Nachteil.

3 Tipps zu „Google My Business“

Tipp 1: Laden Sie ein aussagekräftiges Titel- und Profilbild in Ihrem Google-My-Business-Profil hoch! So heben Sie sich von anderen Einträgen ab!

Tipp 2: Nutzen Sie speziell in diesem Profil kurze, prägnante Texte, die Laien ansprechen und überzeugen! Vermeiden Sie lange Ausführungen – kommen Sie auf den Punkt!

Tipp 3: Nutzen Sie wichtige Schlagworte in Ihrem Profil – vor allem unter „Namen des Unternehmens“. Schreiben Sie z. B: „Rechtsanwalt Müller, Beratung im Mietrecht in Hamburg“, nicht nur „Kanzlei Müller“.
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Pia Löffler ist Rechtsanwältin und Wirtschaftsjuristin. Sie gründete Mitte 2013 www.anwaltstexte.com, berät Rechtsanwälte im Bereich Onlinemarketing und erstellt mit einem Team juristischer Autoren Texte für Websites, Blogs, Social Media, Broschüren etc. Sie ist Autorin des Praxishandbuchs Onlinemarketing für Rechtsanwälte und der eBroschüre Anwaltssuche im Internet